
29.03.2025 Ein Tag mit Stadt und Strand
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Hallo zusammen,
schönen guten Morgen aus Lecce, Apulien, Italien. Unsere südlichste Italien Nacht liegt hinter uns. Wunderbar geschlafen, nah an der Altstadt, auf einem normalen Parkplatz.
Da ich recht zeitig wach bin und sogar das Wetter wieder schön ist, steh ich schon vor 9 Uhr vor der Tür. Fertig für einen Rundgang durch Lecce. Knappe 100.000 Einwohner leben hier. Eine Großstadt im Süden Italiens.
Das Wetter super für einen Rundgang, sonnig aber nicht zu warm. Pullover und lange Hose sind meine Wahl. Zwei Kameras sind mit am Start, meine Sony mit Weitwinkel, die Canon mit Zoom Objektiv. Akkus voll. Reserveakkus dabei. Kann also nix schief gehen.
Bis zur barocken Altstadt sind es 400 m. Ohne überfahren zu werden schreiten wir durch das Stadttor. Ohne jedoch nicht vorher an einem Souvenir Stand Verwandtschaft von Lena zu treffen. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Gut ist der Co-Pilot nicht mit dabei. Der wäre ausgeflippt. Er vermisst seine Lena sehr.
Dann mal rein ins Vergnügen. Lecce, gebaut aus weichem Stein der hier aus der Region kommt, daher auch feine Verzierungen überall an den Gebäuden zu sehen. Geht mit weichem Stein einfacher als mit hartem Zeug.
Ich stromere durch die Gassen, orientiere mich halbwegs mit Google Maps und stosse auf die sein oder andere Baustelle. Rund um das Amphitheater wird gerade komplett saniert. Ansonsten: Gasse, Plätze, Kaffees, Restaurants, Souvenirs und wieder von vorne. Sauber, noch recht leer jetzt am frühen Morgen. Gut war ich so früh wach.
Ich ziehe weiter, komme an weiteren schönen Straßenzügen und Gassen vorbei. Allerdings fehlt mir auch hier der Flair den zum Beispiel Bari ausgestrahlt hat. Müsste ich zwischen Lecce und Bari wählen, Bari wäre mein Favorit. Kuscheliger, enger, blumiger, grüner. Heisst jetzt nicht, dass Lecce, hässlich ist, keineswegs. Doch Bari...Bari hat zumindest für mich die gewisse Prise Schönheit mehr.
Kirchen kosten Eintritt, es gibt aber halbwegs günstige Kombitickets die man kaufen kann. Am Domplatz ist die Tourist Info, hier kann man auch geführten Touren buchen. Die sind nun mittlerweile auch schon unterwegs. Nach 10 Uhr. Die Stadt füllt sich immer mehr mit Leben.
Und als ich auch noch bei der Burg entlang schleich, jedoch nicht rein gehe weil bald Mittag ist und ich noch andere Pläne habe, stehe ich kurz darauf vor einem Restaurant. Empfehlung von Clemens. Da kannst gut essen. Ja, blöd aber, dass die erste um 19:30 Uhr öffnen. Jetzt ist es jedoch 11 Uhr. Blöd....dann wohl nicht. Bis heute Abend vertrödel ich den Tag hier nicht. So laufe ich zurück zum Parkplatz und schmiede einen Plan.

Den Roadbär X finde ich unversehrt wieder. Gut warm innen, MaxxFan an und die Hitze rausziehen. Klappt super. Von dem Ding bin ich weiterhin begeistert.
Und nun?
Überlegung ist, nach Brindisi zurück zu fahren. 40 km, knappe Stunde Fahrt. Stadt anschauen und hm...einkaufen sollte ich irgendwo noch. Laden gibts hier in Lecce zwar auch...aber etwas eng mit parken laut Google Maps. So entscheide ich, in Brindisi zu stoppen zum shoppen. Dort scheint es mehr Parkraum zu geben.
Bei weiterhin schönem Wetter lasse ich den Motor an und wir verschwinden fast unmerklich aus Lecce. Schön wars. Mal sehen was Brindisi kann.
Die Fahrt über die kostenlose Autobahn verläuft problemlos. In Brindisi finde ich mit einmal falsch fahren den Shop, parke und mache meine Einkaufsrunde. Jackpot dabei ist die Sprühsahne. Im Angebot zu einem super Preis. So wandern gleich mal 5 Dosen in meinen Einkaufswagen. Friedrich wird stolz sein....hoffe ich!
Nach dem Einkauf wird alles schnell verräumt und wir fahren ab. Allerdings gibts ne Planänderung. Brindisi bei Tag....nee....hab ich jetzt gerade null Bock drauf. Machen wir bei Nacht! Also heute spät am Abend. JETZT fahren wir ans Meer! Wenn das Wetter schon so schön ist, noch ein wenig Meeresrauschen hören. Team ist auch dafür, also los.
10 km später und sehr nah am Airport Brindisi, stehen wir an einem Strand. Sonne, T-Shirt Wetter, herrlich! Schnell ans Wasser vor. Der Strand mit ner Menge Schwemmholz überzogen und auch angeschwemmter Müll liegt rum. Da müsste man mal durch den Sand sieben. Sonst nämlich eine schöne Bucht. Wir parken an der Straße und ich laufe noch ne kleine Runde vom Strand weiter gen alter Befestigungsanlage. Von der allerdings nicht mehr viel übrig. Nur ein Turm der baufällig ist. Ein großer, 33 m hoher Leuchtturm stand hier auch mal. Wurde aber irgendwann abgebaut.
Später finde ich noch Militärgebäude die gerade renoviert werden. Eingezäunt, aber von hinten übers Dach führt ein Trampelpfad auf das Gebäudedach. Also mal nix wie drauf. Fühlt sich etwas sonderbar an, aber ich ziehe es durch. Alles neu renoviert, Dach neu, neue Fliesen, auch im Erdgeschoss die Räume in der Renovation. Sieht nach Lagerräumen aus. Bereiten die sich hier schon auf den nächsten Krieg vor. Aufrüstung und so, weil die Welt komplett spinnt?!
Ich verlasse das Gelände lieber schnell wieder und laufe zurück zum Roadbär X. Zeit, ein wenig was zu arbeiten mit Meeresrauschen als Hintergrundgeräusch. Am Strand herrscht ein kommen und gehen. Auch Froschmänner gehen hier mit Harpune ins Wasser. Flugzeuge fliegen hinter uns nach irgendwo und einer lässt hier tatsächlich noch seine Drohne fliegen. Wir stehen praktisch am Flughafen. Unfassbar!
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Irgendwann, musste ja so kommen, wird es dunkel. Ich baue mir einen Feta-Gurke-Chicken Salat. Lecker! Hab ich zur Zeit wieder voll Bock drauf.
Und als gegen 21 Uhr Ruhe eintritt hier am Strand, lasse ich um 22 Uhr den Motor an und fahre 10 km nach Brindisi. Parken am Hafen ist der Plan. Hoffen wir, das klappt. Plan B gibts keinen. Hop oder top!
In Brindisi müssen wir mit unserem 6 m Sprinter aber erstmal noch durch die alte Altstadt. Schmale Gassen, eng, rumpelig, knappe Kurven. Alles was eine italienische Stadt halt ausmacht. Plötzlich stehen wir auf dem Domplatz mit unserem Van. Und weil nix los ist, halte ich direkt auf dem Domplatz für einen kleinen Fotostop. Über Tag wohl eher undenkbar, jetzt easy machbar.
Kurz darauf erreichen wir die Parkplätze am Hafen und haben echt Glück. Viel Platz ist nicht, alles etwas eng, aber ein Parkplatz geht auf. Rückwärts rein und wir sind drin. Und das Beste: kostet nix! Unfassbar.
Gut, dann mal los...Kameras, Akkus, Geldbeutel...hoch zum Brunnen und oberhalb am Denkmal für die Opfer des ersten Weltkriegs, merke ich, dass ich mein Gehirn nicht dabei habe. Shit....also zurück zum Roadbär X. Gehirn in in Form meines Handys einstecken und wieder hoch zum Denkmal. Weiter!
Brindisi bei Dunkelheit macht einen schönen Eindruck. Allerdings, auch wie Lecce, kaum autofreie Zonen. Das Thema verkehrsberuhigte Zone haben sie hier noch nicht so auf dem Schirm. Schön ist die neu gemachte Hafenpromenade. Zwar auch mit PKWs, aber um diese Uhrzeit schön und ruhig da gelegen. Breit und viel Platz. Hier endet auch die lange römische Straße deren Name ich schon wieder vergessen habe.
Von hier kommt man auch zu der Hauptstraße mit Shops, Restaurants, Cafes. Und überall gehen auch wieder schmale Gassen ab. Aber auch Brindisi kommt nicht an Bari ran. Ist aber eine schöne Stadt und ich hab meinen Spass, hier nachts um Mitternacht alleine durch die schmalen Gassen zu schlendern.
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Gegen 1 Uhr bin ich zurück am Van. Erschöpft und müde. Aber muss nochmal kurz umparken. So wie ich jetzt stehe, ist es ewtas schwierig, den Slideout auszufahren. Könnte morgen einem PKW oder Nebenparker im Weg sein. So parke ich mich schräg gegenüber hin, dort endet die Parkzone und Grünzeug steht rum. In diese Richtung kann ich problemlos den Slideout öffnen.
Um 2 Uhr liege ich endlich im Bett. Müde und auf eine ruhige Nacht hoffend. Denn morgen....haben wir volles Programm. Es wird um Wein gehen und eine weitere Stadt...doch kommt es noch viel krasser!
Für heute aber Schluss mit allem. Gute Nacht und bis morgen.
Viele Grüsse
Kai und Team.
GPS Koordinaten:
abends: Brindisi Hafen
Unsere heutige Route: ca. 80 km
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