
Dienstag, 25.03.2025: Wo bitte geht es lang und was ist heute eigentlich los hier?
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Hallo zusammen,
guten Morgen und willkommen zu unserem Abreisetag. Heute geht es für uns von Patras nach Bari via Igoumenitsa.
An unserem Cap haben wir gut und ruhig genächtigt. Der Wind hat nicht weiter gestört, ist heute morgen noch immer zu Gange, leichte Schaumkronen auf dem Wasser. Sonst aber absolut ruhig hier bis auf die Geräusche aus dem Betonwerk.
Aufstehen, Heizung an, warten....aufstehen und ab an den Laptop. Vor die Tür komme ich am Vormittag nicht. Zu sehr beschäftigt mit Arbeit und ich gönne mir später noch eine schöne, heisse Dusche. Duschen im Roadstar X von Pössl macht weiterhin ziemlich Spass. Kein nerviger Duschvorhang, schnell alles wieder trocken nach dem Event und Wassertemperatur und Druck sind auch prima.
Als Frühstück gibts nochmal Brot, via UitS lade ich mein soeben fertig gestelltes Video von vorgestern hoch. Das geht recht flott, die Uploadraten bis zu 22 MB. Bin zufrieden mit dem System, dass ich ja laut vielen Zuschauer nicht mer Starlink nennen soll und am besten auch nicht mehr verwenden. Daher immer der neue Name UitS...Up in the Sky. Um die Nutzung komme ich nicht rum. Ich sag es hier nochmal: Eutelsat und ihrer 5G Tests und heutigen Satlösungen sind KEINE ALTERNATIVE! Mobilfunkt für meinen Job AUCH NICHT! Gäbe es eine gleichwertige Alternative zu UitS, selbst wenn sie teurer wäre, ich würde sie sofort nutzen. Es gibt sie aber NICHT. TESLA Fahrer behalten ihre Fahrzeuge ja auch und nutzen sie weiter, warum wird mir jedoch immer wieder geschrieben, ich solle nun UitS nicht mehr nutzen?!
Ein Kiter geht ins Wasser und ward nie wieder gesehen. Keine Ahnung wo er hin ist. Gegen Mittag lässt der Wind spürbar und sichtbar nach. Und mit 19 Grad ist es recht warm für mit Bewölkung.
Erst um 15 Uhr machen wir uns auf den Weg. Der Grund: ich erhielt eine SMS von der Fährgesellschaft, unser Schiff nach Bari legt nicht um 17 Uhr ab sondern erst um 19 Uhr. Schlechtes Wetter der Grund. Das fängt ja wieder gut an, denke ich, als ich die SMS lese. Hoffentlich wird es nicht noch später.
Was heute noch ansteht: einkaufen und tanken! Der Sprit in Griechenland günstiger als in Italien. Und ein paar Lebensmittel und Bierdosen ohne Pfand für Dirk braucht es noch. 6 km entfernt ein Lidl...so kommen wir auch schon nicht in Versuchung, aus versehen auf die Autobahn zu fahren. Sehr clever!
Friedrich dennoch nicht so richtig happy...Tanken und Einkaufen...oh je. Er zieht schon seinen Pelz kraus.

Wir verlassen also unseren Parkplatz am Cap, fahren wieder entlang des Meeres und zurück auf die Hauptstraße. Dort stelle ich fest...verdammt ruhig heute. Kaum Verkehr. Nix los. Ist heute Sonntag?? Ich schaue aufs Handy....nein...Dienstag....seltsam.
5 km später sehe ich das Lidl Schild, fahre auf den Parkplatz und denke mir: was ist hier los? Der sieht aus, als hätte er zu. Nur ein Parkplatz mit einem PKW belegt. Im Shop selbst alles dunkel. Ich fahre zum Eingang...laut Öffnungszeiten müsste eigentlich auf sein. Ist heute wirklich nicht Sonntag...ich schaue nochmal aufs Handy...nein...Dienstag...immer noch!
Der Co-Pilot schaut verwirrt, ich schaue verwirrt, Friedrich schaut hoffnungsvoll. Shop zu, keine Ausgaben, wird er sich denken. Dass wir dann aber kein Bier für Dirk besorgen können und möglicherweise verhungern, interessiert ihn nicht weiter.
Mir kommt das alles irgendwie griechisch vor und ich werfe Google an. Ist am 25. März in Griechenland ein Feiertag?
Die Antwort kommt prompt: japp...Nationalfeiertag...Unabhängikeitstag...!
Jetzt wird mir so einiges klar. Gestern war schon wenig los auf den Straßen....die haben alle die Brücke gemacht...heute steht das Land praktisch still. Alles zu. Daher auch nix los. Oh man....das hab ich ja wieder mal toll gemacht! Was ein Mist.
So ziehen wir unverrichteter Dinge weiter. Friedrich freut sich n Elch und tanzt auf seinem Sitz. Ich bin leicht genervt, der Co-Pilot chillt vor sich hin.
Paar Kilometer später....tanken! Friedrichs Freude endet abrupt. Sein Glück: tank nur halb leer und der Diesel bei 1,47 Euro. So fällt er immerhin nicht ins Wattekoma. Nach der Tankung fahren wir noch kurz zum Hafen, wo wir gestern die Peloponnes erreicht hatten. Dort eine WC Anlage. Der BioToi Urin wird hier fachgerecht entsorgt. So haben wir erstmal wieder Ruhe und müssen nicht gleich in Italien auf die Suche nach Entsorgung gehen.
Jetzt aber weiter. Der Hafen von Patras ruft. Ab auf die ab hier kostenfreie Autobahn. 20 Minuten später sind wir am Hafen. Auch hier kaum was los. Irgendwo parken, rein zum Check-in Schalter, meine Buchung vorhanden, Abfahrt 19 Uhr, 17:30 Uhr beginnt das Bording. Also in einer Stunde. Somit hab ich noch Zeit für....oh...da ist ein Shop...und der hat Dirks Bier...so nehm ich noch zwei Eight-Packs für ein horrendes Geld mit. Friedrich killt mich...aber ist für Dirk. Er wird es, irgendwann, verstehen! Wir bekommen dafür im Gegenzug sicherlich auch mal wieder ne schwarze Wurst...oder so.
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Zurück beim Roadbär X mache ich mir noch schnell eine Instantsuppe mit zwei Eiern drin. So muss ich auf der Fähre nicht essen und kann mich aufs Filmen konzentrieren.
Um 17:30 Uhr bin ich satt, starte den Motor, fahre zum Gate, einer will noch in Keller und Bad schauen und meinen Ausweis sehen....äh...Ausweis...verdammt...wo hab ich den vorhin hin? Beim Check-in hatte ich den Ausweis noch in der Hand...doch dann verliert sich die Spur. Wo ist das Ding??
Ich muss suchen und scharf nachdenken...dann fällt es mir endlich ein...im Rucksack den ich schon für das Schiff gepackt habe. Oh man...ich krame ihn hervor, zeige ihn und darf aufs Hafengelände. Uff...das ging ja gerade nochmal gut.
Aber jetzt die Frage: wohin? Drei oder vier Schiffe liegen vor Anker. Aber keinerlei Beschilderung. Keine Info. Ich hab keine Ahnung auf welchen Dampfer ich muss. Ein LKW Fahrer deutet in eine Richtung, der ich dann auch folge. Doch auf welches Schiff muss ich nun. Der Co-Pilot findet auf unserem Ticket keinen Schiffsnamen. Oh man Griechenland...so langsam wundert mich hier echt nix mehr.
So stehe ich erstmal am falschen Schiff, bekomme dann aber gezeigt, wo ich hin muss. Dort interessiert sich hier auch erstmal niemand für mich. Bording läuft noch nicht. So warten wir bei den Trucks
Kurz darauf fahren die ersten Trucks aufs Schiff und wir werden separiert und dürfen in den Schiffsbauch fahren. Tief rein. Diesmal also kein Salzwasser für den Roadbär Pelz. Er steht überdacht und dunkel im trocknen.
Der Weg an Deck führt mich nochmal quer über die Laderampe und dann zu zwei Rolltreppen und zur Rezeption. Dort bekomme ich gegen Vorlage meines Tickets die Zugangskarte zu den Pullman Sitzen Raum. Ja, wieder keine Kabine. Über 100 Euro...einfach zu viel Geld.
Ich schaue nun noch zu, wie die LKWs geladen werden. Viele sind es nicht. 2/3 des Kahns sind noch leer. Neben uns liegt noch bis 19:30 Uhr ein Tankschiff, dass uns mit Diesel befüllt, dann kommen wir endlich los. 2 1/2 Stunden Verspätung. Mittlerweile dunkel. Auf nach Igoumenitsa.
Ich sitze noch etwas draußen, gehe dann rein, nix los, suche mir einen Platz mit Steckdose und starte den Laptop. Die Arbeit ruft mal wieder.
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Um 1:30 Uhr, nach einmal kurz am Rechner einnicken, stehe ich wieder an Deck. Wir haben Igoumenitsa erreicht. Legen rückwärts an, lassen von 1:49 Uhr bis 02:30 Uhr nochmal rund 40 LKW aufs Schiff. Als das abgeschlossen ist, Leinen los und ab dafür. Italien ruft.
Um 3 Uhr betrete ich den fast leeren Raum mit Pullman sitzen, schnappe mir eine Reihe mit 4 Sitzen und lege mich schlafen. Diesmal deutlich weniger los als auf der Hinfahrt, kaum Touristen, keine Reisegruppen.
Im Raum auch kein Schnarcher zu hören, somit Ohropax rein und hoffen, das sich ein paar Stunden schlafen kann. Denn morgen geht es weiter. Und zwar anders als gedacht. Ich wollte vor dem schlechten Wetter fliehen gen Norden. Doch hab ich nun erstens einen Auftrag von Clemens und zweitens scheint das Wetter im Süden doch nicht ganz so schlecht, so dass wir doch noch 2-3 Tage hier unten bleieben. Seit gespannt was wir hier noch so erleben und sehen.
Für jetzt aber mal gute Nacht und bis nachher.
Viele Grüsse
Kai
GPS Koordinaten:
abends: Fähre nach Bari
Unsere heutige Route: ca. 40 km
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